Ratgeber für den Familienalltag

Aufgaben fair verteilen mit einer Haushaltsplan-App

Von DOTOG, mit Erfahrungen aus unserem Familienalltag. Textstand: .

Der Müll ist voll, auf dem Tisch steht noch Geschirr und jemand sucht ein sauberes Sportshirt. Solche Aufgaben sind sichtbar. Weniger sichtbar ist, wer sie bemerkt, die anderen daran erinnert und nachschaut, ob sie erledigt wurden. Ein gemeinsamer Haushaltsplaner, etwa eine App für Haushaltsaufgaben, hält die besprochenen Aufgaben und Zuständigkeiten fest. Dazu besprecht Ihr, was ansteht, wer sich darum kümmert und woran alle erkennen, dass eine Aufgabe fertig ist.

DOTOG Buddy behält den Familien-Überblick

Erst sammeln, dann Aufgaben fair verteilen

Beginnt mit Eurem tatsächlichen Alltag. Welche Aufgaben fallen heute an? Welche kommen jede Woche wieder? Was bleibt gerade liegen? Schreibt zunächst zusammen, was Ihr bemerkt, ohne sofort für jede Zeile jemanden einzuteilen.

Denkt dabei über die sichtbare Handlung hinaus. Zu „Wäsche waschen“ gehören beispielsweise auch das Sortieren, Aufhängen, Abnehmen und Einräumen. Wenn eine Person die Maschine startet und eine andere an jeden weiteren Schritt denken muss, ist der Ablauf noch nicht vollständig verteilt.

Die Soziologin Allison Daminger beschreibt diese gedankliche Arbeit als eigene Seite der Hausarbeit: Bedarf erkennen, Möglichkeiten suchen, Entscheidungen treffen und die Umsetzung verfolgen. Ihre Untersuchung macht verständlich, weshalb das bloße Erledigen einzelner Handgriffe die Organisation eines Haushalts noch nicht abdeckt. Sie ist kein Wirksamkeitsbeleg für eine App. Quelle: The Cognitive Dimension of Household Labor, 2019.

Für Eure Liste genügt eine einfache Unterscheidung:

  • Buddy trägt einen Stapel schmutziger Teller und Tassen.Täglich oder mehrfach am Tag: etwa den Tisch abräumen oder benutzte Dinge zurücklegen.
  • Buddy hängt Wäsche auf einen Wäscheständer.Wöchentlich: etwa einen Raum saugen oder einen festen Wäscheablauf übernehmen.
  • Buddy trägt zwei gefüllte Einkaufstüten.Bei Bedarf: etwa einen vollen Mülleimer leeren oder eine Lieferung wegräumen.

So erkennt Ihr auch, welche Aufgaben sich schlecht durch einen einzigen Haken für die ganze Woche beschreiben lassen.

Ein gemeinsamer Aufgabenplaner für Eure Woche

Sucht einen Zeitpunkt, an dem Ihr gemeinsam auf die kommende Woche schauen könnt. Bei uns ist das der Sonntag. Für Eure Familie kann ein anderer Tag besser passen. Entscheidend ist, dass die Planung einen verlässlichen Platz bekommt.

Geht die Liste gemeinsam durch. Wer hat wann Zeit? Welche Aufgabe kann ein Kind schon selbst erledigen? Wo ist Hilfe nötig? Welche Erwachsenen übernehmen einen Bereich einschließlich der Planung?

Haltet für jede Aufgabe drei Dinge fest:

  1. Was gehört dazu? „Tisch abräumen“ kann heißen: Geschirr an den vereinbarten Platz bringen, Reste wegräumen und den Tisch abwischen.
  2. Wann soll es fertig sein? Zum Beispiel nach dem Abendessen oder vor dem nächsten Wäschelauf.
  3. Wer kümmert sich darum? Eine bestimmte Person, mehrere Personen mit getrennten Anteilen oder jemand aus der Familie nach einer ausdrücklich vereinbarten Regel.

Das sind Vorschläge für Eure Absprache. Ihr müsst daraus kein großes Regelwerk machen. Bei einer kleinen Aufgabe reicht ein klarer Satz. Bei einem größeren Bereich lohnt es sich, die einzelnen Schritte einmal gemeinsam durchzugehen.

Fair heißt auch: Aufwand und Möglichkeiten besprechen

Eine Liste mit gleich vielen Aufgaben pro Person sagt wenig über die Belastung aus. Einen Becher wegzuräumen und die Wäsche eines Haushalts zu versorgen sind unterschiedlich große Arbeiten. Auch die Zeit und die Fähigkeiten der Beteiligten unterscheiden sich.

Die amtliche Zahl dazu: Frauen leisten in Deutschland 43,4 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer, rund 76 Minuten am Tag (Statistisches Bundesamt, Zeitverwendungserhebung 2022). Sichtbarkeit allein ändert das nicht, aber sie macht die Schieflage besprechbar.

Schaut deshalb auf den tatsächlichen Umfang. Kann jemand einen ganzen Ablauf übernehmen? Ist eine Aufgabe für ein jüngeres Kind noch zu groß? Bleiben die unangenehmen Dinge immer bei derselben Person hängen? Solche Fragen könnt Ihr in der Wochenrunde besprechen und die nächste Woche entsprechend planen.

Wenn ein Kind sagt, eine Aufgabe sei unfair verteilt, lasst es beschreiben, was genau daran unfair wirkt. Geht es um die Menge, den Zeitpunkt, die Schwierigkeit oder darum, dass andere weniger beitragen? An einer konkreten Aufgabe lässt sich besser weiterreden als an „Ich muss immer alles machen“.

Welche Aufgaben als Einstieg infrage kommen, zeigt der Ratgeber Haushaltsaufgaben nach Alter. Die Altersgruppen dort sind eine Orientierung; die konkrete Auswahl trefft Ihr mit Blick auf Euer Kind.

Aus unserer Familie: Vom Kühlschrankzettel zur Sonntagsplanung

Vor DOTOG hing bei uns eine Tabelle am Kühlschrank. Jede Woche gab es einen neuen Zettel. Manchmal wurde er ausgefüllt, manchmal vergessen. Dazu kamen das ständige Erinnern und Ermahnen und Diskussionen darüber, wer etwas nicht gemacht hatte oder sich benachteiligt fühlte. Diese Erfahrungen waren ein Auslöser für die Entwicklung von DOTOG.

Heute schauen wir am Sonntag gemeinsam, welche Aufgaben über die Woche anfallen. Wir besprechen sie und legen die Aufgabenplanung in DOTOG an. Manche Aufgaben betreffen mehrere Familienmitglieder, andere fallen mehrmals am Tag an. Im Haushalt sieht man außerdem täglich, was gerade liegen bleibt.

Für eine Aufgabe, die nur einmal erledigt werden muss, nutzen wir manchmal einen Sprint. Wer sie zuerst erledigt, bekommt die Punkte. Die Kinder kennen diese Regel und versuchen dann, die Aufgabe als Erste zu schaffen. Für uns ist das eine von mehreren Arten, Aufgaben zu organisieren.

In DOTOG bildet die Sprintfunktion diesen gemeinsamen Wettbewerb ab: Bei einer Sprintaufgabe erhält die Person die Sterne, die die Aufgabe zuerst erledigt. Ob Ihr so eine Aufgabe einsetzen möchtet, entscheidet Ihr bei der Planung; anlegen kann sie nur der Admin. Besprecht dabei auch, ob alle Beteiligten eine faire Gelegenheit haben, sie zu übernehmen.

Wenn etwas unerledigt bleibt

Ein Wochenplan zeigt auch die Lücken. Nehmt eine liegengebliebene Aufgabe zunächst als Anlass, genauer hinzuschauen. War klar, was zu tun ist? War der Zeitpunkt passend? War die Aufgabe zu groß? Oder wurde sie schlicht vergessen?

Wenn die Beschreibung unklar war, präzisiert sie für das nächste Mal. Wenn der Umfang nicht passt, teilt ihn auf. Bei einer vergessenen Aufgabe könnt Ihr einen festen Moment vereinbaren, an dem die betreffende Person auf die Liste schaut. Ändert dabei gezielt die Absprache, an der es gehakt hat.

Aus unserer Familie:

Buddy hält einen Teddybären, eine Puppe und weiteres Spielzeug.

Eine liegengebliebene Aufgabe ist bei uns kein großes Drama. Dann kümmert sich jemand anderes darum oder die Verantwortung bleibt bei uns Eltern. Für eine nicht erledigte Aufgabe gibt es keine Punkte. Wir sehen daran auch, was täglich oder wöchentlich anfällt, und lernen als Familie weiter, wie wir damit umgehen.

Das beschreibt unseren Umgang zu Hause. Welche Aufgaben Ihr selbst übernehmt und welche Ihr noch einmal gemeinsam angeht, hängt von Eurer Situation ab. Die offenen Einträge sollen Euch beim Besprechen helfen.

Familienkalender-App und Aufgabenplaner zusammen nutzen

Ein Familienkalender hält Termine fest, etwa einen Arztbesuch oder einen Kinoabend. Ein Aufgabenplaner zeigt die dazugehörigen Schritte und Zuständigkeiten. Steht beispielsweise am Samstag eine Fahrradtour im Kalender, können Trinkflaschen vorbereiten und Fahrräder prüfen in Eure gemeinsame To-do-Liste gehören.

Bei der Auswahl einer App für den Familienkalender lohnt sich deshalb ein Blick auf Euren Wochenablauf: Können alle die gemeinsamen Termine überblicken? Wo stehen die Aufgaben, die vorher erledigt sein sollen? Ob Ihr einen gemeinsamen Familienplaner oder getrennte Werkzeuge verwendet, entscheidet Ihr danach, womit Eure Familie gut zurechtkommt.

Eine gemeinsame Haushaltsplan-App für die Familie auswählen

Ein Plan muss dort erreichbar sein, wo die Familie ihn tatsächlich benutzt. Ein Zettel kann gut passen, wenn alle regelmäßig daran vorbeikommen und die Einträge pflegen. Eine Familienplaner-App kann passen, wenn Aufgaben unterwegs sichtbar sein sollen und Ihr Erledigtes gemeinsam festhalten möchtet. Eine gemeinsame To-do-Liste zeigt dabei die Aufgaben, die Ihr miteinander vereinbart habt.

Fragen zur Auswahl einer passenden App findet Ihr im Ratgeber Haushalts-App für die Familie auswählen.

Prüft eine Haushaltsapp an einem echten Beispiel aus der nächsten Woche:

  • Erkennt jedes Familienmitglied, welche Aufgabe ansteht?
  • Finden sich die Kinder nach einer gemeinsamen Erklärung in der Bedienung zurecht?
  • Sind Zuständigkeit und Zeitpunkt verständlich?
  • Lassen sich täglich wiederkehrende und einmalige Aufgaben passend abbilden?
  • Können alle erkennen, was noch offen ist?
  • Falls Ihr Belohnungen nutzt: Ist klar, wofür gesammelt und wie eingelöst wird?
  • Bleibt Euer Kind in der Family App ohne Werbung und ohne Kaufzwang?
  • Passt das Werkzeug zu Euren Geräten, Eurem Budget und Euren Anforderungen an Kinderkonten und Datenschutz?

Probiert den Ablauf aus, den Ihr wirklich benötigt. Achtet auf eine übersichtliche Darstellung und verständliche Schritte: Aufgaben nachsehen, Erledigtes markieren und vereinbarte Belohnungen finden. Bei DOTOG haben wir die Bedienung bewusst einfach gehalten. Aufgaben und Belohnungen stehen im Mittelpunkt, damit der gemeinsame Alltag überschaubar bleibt. Informationen zu den Kinderkonten stehen unter Sicherheit für Kinder, die Tarifdetails in der DOTOG-Hilfe.

Was sich bei uns im Alltag verändert hat

Unsere Kinder sehen heute selbstständig, welche Aufgaben zu erledigen sind. Sie kennen auch die Belohnungen, die sie einlösen können. Wir haben ihnen die App gemeinsam erklärt; danach haben sie sie schnell selbstständig benutzt.

Wir Eltern müssen heute nicht mehr viel beitragen oder nachfragen. Das ständige Ermahnen und Erinnern ist bei uns vorbei. Die Arbeiten werden meist selbstständig erledigt. Die gemeinsame Planung gehört weiterhin zu unserem Familienalltag.

Das ist unsere persönliche Erfahrung. Für Euren ersten Versuch könnt Ihr mit einer überschaubaren Auswahl an Aufgaben beginnen und am Ende der Woche gemeinsam schauen, welche Absprachen verständlich waren und welche Ihr ändern möchtet.

Wenn Ihr Erledigtes mit gemeinsam vereinbarten Belohnungen verbinden möchtet, findet Ihr im Ratgeber Belohnungssystem für Kinder unsere Beispiele und den Ablauf unserer Wochenroutine. Die DOTOG-Hilfe führt durch die Bedienung der App.

Quellen und Erfahrungsgrundlage

  • Allison Daminger: The Cognitive Dimension of Household Labor, American Sociological Review, 2019. Grundlage für die Einordnung der gedanklichen Hausarbeit.
  • Unsere Erfahrungen aus dem Familienalltag hinter DOTOG, besprochen am 7. und 8. September 2026. Die Erfahrungsabschnitte sind sinngemäß redigiert.
FAQ

Häufige Fragen

Welche App hilft, Hausarbeit in der Familie zu teilen?
DOTOG hilft, weil alle sehen, welche Haushaltsaufgaben jeder noch offen hat. Verteilen müsst ihr selbst: Der Admin legt die Aufgaben an und wählt, wer sie übernimmt.
Welche App für Haushaltsaufgaben zeigt, wer was übernimmt?
In DOTOG zeigt der Tab „Aufgaben“ allen, was jedes Mitglied noch offen hat. Erledigte Aufgaben der anderen siehst du nicht, aber im Tab „Spieler“ stehen die Sterne aller in einer Rangliste.
Ist die App DOTOG ein Aufgabenplaner für die Familie?
Ja, in der App plant ihr Aufgaben und Termine einmalig oder regelmäßig, etwa jede Woche oder jeden Monat. Im Kalender siehst du deine eigenen Aufgaben und Termine, einen Abgleich mit Google- oder Apple-Kalender gibt es aber nicht.
Was kostet DOTOG?
Der Einstieg kostet nichts, und jedes Abo ist ein Gruppen-Abo: ein Preis für alle, nicht pro Person. Plus kostet 3,59 €, Pro 4,99 € und Ultra 19,99 € im Monat, alles Weitere steht unter Hilfe und Feedback.
Für wen ist DOTOG?
Für alle, die sich Aufgaben teilen, vor allem Familien mit Kindern, aber auch WGs, Paare und Projektgruppen. Die Sterne sollen Kinder anspornen, und Erwachsene sehen auf einen Blick, wer was noch offen hat.
Wie hilft DOTOG gegen Mental Load?
DOTOG soll das Mitdenken aus einem einzigen Kopf holen, weil alle in der Gruppe dieselben offenen Aufgaben sehen. Was regelmäßig anfällt, legst du nur einmal an, danach taucht es von selbst wieder auf.
Ist DOTOG DSGVO-konform und sicher für Kinder?
Kinder unter 16 bekommen kein eigenes Konto, sie treten anonym mit einem Kinder-Code bei, nachdem ein Admin die Einwilligung bestätigt hat. Werbung und Chat zwischen Mitgliedern gibt es nicht. Nutzungsstatistik gibt es nur mit Einwilligung, bei Kinder-Konten nie; Abstürze werden pseudonym gemeldet. Details stehen in der Datenschutzerklärung der App.
Was, wenn Kinder noch kein eigenes Handy haben?
Dann machen sie einfach gemeinsam mit dir mit und ihr erledigt die Aufgaben zusammen. Ein eigenes Konto gibt es bei DOTOG ohnehin erst ab 16, vorher treten Kinder mit einem Kinder-Code bei.
Welche Haushaltsapp passt für Paare und WGs?
DOTOG passt auch ohne Kinder, denn eine Gruppe kann eine WG sein oder nur aus zwei Leuten bestehen. Der Einstieg kostet nichts, ohne Abo sind bis zu vier Leute und je Gruppe höchstens zwei offene Aufgaben und zwei offene Termine drin.
Wie kann eine Familie die Aufgaben im Haushalt verteilen?
Das besprecht ihr am besten gemeinsam, denn DOTOG verteilt nicht von selbst. Der Admin legt die Aufgaben an und wählt, wer sie übernimmt, und im Tab „Aufgaben“ sehen alle, was jeder noch offen hat.
Statt Zettel am Kühlschrank: Wie verteile ich Haushaltsaufgaben mit einer App?
Als Admin legst du in DOTOG eine Aufgabe einmal an, wählst, wer sie übernimmt, und stellst ein, ob sie einmalig, täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich ansteht. Abgehakt wird dann in der App statt auf dem Zettel.
Gibt es eine Haushaltsplan-App für die ganze Familie?
Ja, in DOTOG plant ihr als Familie Aufgaben und Termine gemeinsam und hakt sie ab. Der Einstieg kostet nichts, ohne Abo passen bis zu vier Leute in eine Gruppe mit höchstens zwei offenen Aufgaben und zwei offenen Terminen.
Wie lässt sich Hausarbeit aufteilen?
Schreibt auf, was alles anfällt, und besprecht gemeinsam, wer was übernimmt. DOTOG nimmt euch das Verteilen nicht ab, macht aber sichtbar, wer was noch offen hat.
Wie können Paare den Haushalt aufteilen?
Wer von euch die Gruppe in DOTOG anlegt, ist Admin, legt die Aufgaben an und wählt, wer sie übernimmt. Im Tab „Aufgaben“ seht ihr beide, was jeder noch offen hat, und Termine könnt ihr beide anlegen.