Ratgeber für Eltern

Haushaltsaufgaben nach Alter:
Was Kinder wann übernehmen können.

Kinder können altersgerecht im Haushalt mithelfen, vom Spielzeug-Wegräumen mit 3 bis zum Kochen mit 13. Wie viel zumutbar ist, richtet sich nach Alter und Kräften, und sogar das Gesetz nennt genau dieses Maß.

Stand: 31. Juli 2026

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Rechtlicher Hintergrund

Müssen Kinder im Haushalt helfen?

Ja, in angemessenem Rahmen. Die Mithilfe im Haushalt ist in Deutschland sogar gesetzlich vorgesehen, abgestuft nach Alter und Kräften des Kindes.

„Das Kind ist, solange es dem elterlichen Hausstand angehört und von den Eltern erzogen oder unterhalten wird, verpflichtet, in einer seinen Kräften und seiner Lebensstellung entsprechenden Weise den Eltern in ihrem Hauswesen und Geschäft Dienste zu leisten."

§ 1619 BGB · gesetze-im-internet.de

„Nach Kräften und Lebensstellung" heißt: altersgerecht und zumutbar, kein Zwang zu unverhältnismäßiger Arbeit. Genau diese faire, altersgerechte Verteilung macht DOTOG sichtbar.

Orientierung

Welche Aufgaben passen zu welchem Alter?

Richtwerte zur Orientierung, kein starrer Standard. Jedes Kind ist anders, entscheidend ist, was es nach seinen Kräften schafft.

Altersgerechte Haushaltsaufgaben nach Alter
AlterPassende Aufgaben
3-5JahreSpielzeug wegräumen, beim Tischdecken helfen, Wäsche in den Korb werfen, Bücher einsortieren.
6-8JahreTisch decken und abräumen, Bett machen, Pflanzen gießen, kleinen Müll wegbringen, Schultasche packen.
9-12JahreZimmer aufräumen, Spülmaschine ein- und ausräumen, Müll rausbringen, Haustier versorgen, Staub saugen.
13+JahreEinfache Gerichte kochen, einkaufen, Wäsche waschen, Bad putzen, kleine Geschwister beaufsichtigen.

Einordnung als praktische Orientierung; der rechtliche Rahmen ergibt sich aus § 1619 BGB („nach Kräften und Lebensstellung").

Warum es zählt

Hausarbeit ist bis heute ungleich verteilt

43,4 %

mehr unbezahlte Sorgearbeit leisten Frauen in Deutschland als Männer, rund 76 Minuten pro Tag. Wer als Kind lernt, fair mitzuhelfen, entlastet später die ganze Familie. DOTOG verteilt Aufgaben sichtbar und altersgerecht, damit nicht eine Person alles trägt.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Zeitverwendungserhebung 2022 (Stand 6. Juni 2025). destatis.de

Neben der sichtbaren Hausarbeit steht die kognitive: mitdenken, planen, erinnern, nachhalten. Sie fällt kaum jemandem auf und liegt meist bei einer Person. Wie sie entsteht und was eine geteilte Liste daran ändert, steht auf Aufgaben fair verteilen.

Sicherheit

Je jünger, desto weniger Daten

Von einem Kind speichert DOTOG keine E-Mail, keinen Standort und keinen Klarnamen. Gespeichert werden Spitzname, Avatar, Geburtsdatum und was in der App entsteht: Gruppenzugehörigkeit, Aufgaben, Sterne, Streak und eingelöste Belohnungen. Das Geburtsdatum brauchen wir für die Altersprüfung nach Art. 8 DSGVO, denn ein Kinder-Konto entsteht nur mit der Zustimmung der Sorgeberechtigten. Verarbeitet wird in der Europäischen Union. Werbung und Werbe-Tracking gibt es nicht.

Alle Punkte im Einzelnen stehen auf Sicherheit für Kinder und in der Datenschutzerklärung für die App.

FAQ

Häufige Fragen

Ab welchem Alter können Kinder im Haushalt helfen?
Schon ab etwa 3 Jahren mit einfachen Aufgaben wie Spielzeug wegräumen. Mit 6 bis 8 kommen Tisch decken und Bett machen dazu, mit 9 bis 12 Spülmaschine und Müll, ab 13 auch Kochen und Einkaufen.
Müssen Kinder gesetzlich im Haushalt helfen?
In angemessenem Rahmen ja: § 1619 BGB verpflichtet Kinder, die im Haushalt der Eltern leben und versorgt werden, „nach Kräften und Lebensstellung" mitzuhelfen. Das meint altersgerechte, zumutbare Aufgaben, keinen unverhältnismäßigen Zwang.
Wie viel Mithilfe ist zumutbar?
Das Gesetz nennt keine Stundenzahl, aber einen Maßstab: nach § 1619 BGB sind Kinder verpflichtet, im Hauswesen Dienste zu leisten, soweit es ihren Kräften und ihrer Lebensstellung entspricht. Übersetzt heißt das: die Aufgabe muss zum Alter passen, darf Schule und Erholung nicht verdrängen und darf keine Erwachsenenverantwortung ersetzen. Praktisch bewährt sich eine kurze, regelmäßige Mithilfe statt seltener großer Einsätze: bei kleinen Kindern wenige Minuten am Tag, bei Schulkindern eine überschaubare Aufgabe täglich, bei Jugendlichen ein fester eigener Bereich. Wichtig ist weniger der Umfang als die Verlässlichkeit, denn Kinder erleben Fairness vor allem daran, dass die Verteilung sichtbar ist und alle etwas beitragen. Die Aufgabentabelle auf dieser Seite ist eine praktische Orientierung nach Altersgruppen, keine rechtliche Vorgabe. Wo ein Kind überfordert wirkt, ist die Aufgabe zu groß, nicht das Kind zu langsam. Hilfreich ist, die Aufgabe schriftlich festzuhalten statt sie mündlich zu vergeben: dann ist für alle sichtbar, wer was übernommen hat und wer zuletzt an der Reihe war.
Sollte man Kinder fürs Mithelfen belohnen?
Belohnungen wirken am besten als Anschub, nicht als Dauerbezahlung. Selbstverständliches bleibt normal, die extra Mühe wird belohnt. Mehr dazu im Belohnungssystem für Kinder.
Wie verteile ich Aufgaben fair in der Familie?
Mach sichtbar, wer was wann macht, dann verteilt sich die Last automatisch. Genau dafür ist DOTOG gebaut, siehe Aufgaben fair verteilen.

Aufgaben altersgerecht und fair verteilen?

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